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Ältere Katze schläft

30-Sekunden-Zusammenfassung: Ab 10 Jahren solltest du bei deiner Katze genauer hinschauen. Erste Anzeichen: struppiges Fell, zögerlichere Bewegungen, verändertes Putzverhalten. Ein geriatrisches Blutbild einmal jährlich gibt dir Sicherheit. Seniorenfutter brauchst du nicht automatisch, wichtiger ist, was deine Katze individuell benötigt. Kleine Alltagsanpassungen (flacher Klo-Einstieg, Wärme, angepasstes Spiel) machen einen riesigen Unterschied für ihr Wohlbefinden.

Seniorenkatzen erkennen

Diese Anzeichen zeigen dir, dass deine Katze älter wird & was du jetzt schon aktiv für sie tun kannst


Inhaltsverzeichnis


Rot-weiße Katze liegt am Boden und blickt in die Kamera

Bei meiner Herzenskatze Agnetha (Aggi – oben im Bild) ging es damals los, dass ich sie am Rücken streichelte und plötzlich hatte ich Schüppchen an den Fingern. Ihr Fell sah hinten irgendwie struppig aus und sie fing an, sich zu kratzen wie wild. Nicht schlimm, aber es vermittelte so ein Gefühl von „hm komisch, irgendwie ist da was anders, als sonst“.

Und das Tückische ist: Genau so fängt es oft an. Still und leise, statt mit einem offensichtlichen, großen Knall. Deine Katze wird eher mit Mini-Veränderungen älter, die man super leicht wegerklärt, gar nicht erst wahrnimmt oder nicht wahrnehmen möchte.

Damit du bei deiner Katze nicht irgendwann vom Alter und seinen Mitbringseln überrascht wirst, zeige ich dir in diesem Artikel die wichtigsten Anzeichen, auf die du achten darfst. Du erfährst, ab wann deine Katze als Senior gilt, welche leisen Signale du nicht übersehen solltest und was du schon heute tun kannst, damit es ihr gut geht und das auch so bleibt.


Ab wann gilt eine Katze eigentlich als Senior?

Katzen klettern und spielen am Kratzbaum

Viele denken bei „Senior“ sofort an gebrechlich. Muss aber gar nicht so sein. Als grobe Orientierung gilt: Ab ca. 10 Jahren lohnt es sich, einmal jährlich genauer hinzuschauen, vor allem gesundheitlich.

Zwischen 11 und 13 Jahren beginnt bei vielen Katzen die Seniorenphase. Ab 15 Jahren gelten sie offiziell als alte Katzen. Aber ehrlich gesagt: Die Erfahrung zeigt, dass die ersten kleinen Veränderungen oft schon ab zehn Jahren auftreten können.

Dabei macht es auch einen Unterschied, ob deine Katze eine reine Wohnungskatze oder ein Freigänger ist. Freigänger haben statistisch gesehen eine kürzere Lebenserwartung, weil draußen einfach mehr Risiken lauern. Gut behütete Wohnungskatzen oder Freigänger auf dem Land, wo nicht so viele Autos fahren, können durchaus 17 bis 20 Jahre altwerden.


Die Schilddrüse zum Beispiel ist ein echtes Seniorenthema. Sie ist nicht dafür ausgelegt, dass unsere Katzen heutzutage so alt werden. Ab 10 Jahren fängt sie häufig an zu mucken. Symptome können starker Gewichtsverlust, Aggressivität, vermehrtes Miauen oder Abgeschlagenheit sein.

Ein geriatrisches Blutbild einmal im Jahr gibt dir die Sicherheit, dass du nicht erst merkst, dass etwas im Busch ist, wenn es schon voll im Gange ist.


Diese leisen Anzeichen, die viele Katzenhalter übersehen

Katze mit struppigem Fell putzt sich im Liegen

Oft sind es kleine, subtile Veränderungen, die wir erst bemerken, wenn sie sich häufen. Erst dann fällt uns auf: Mensch, da ist irgendwie irgendwas anders. Lass uns mal drauf schauen, was genau das alles im praktischen Leben, in deinem Alltag sein kann.


Veränderungen beim Putzen und im Fell

Eines der ersten Signale ist oft das Fell. Es wird struppiger, schuppiger, vor allem hinten am Rücken. Wenn du deine Katze dort streichelst, hast du vielleicht plötzlich Schuppen an den Fingern. Oder das Fell sieht ungepflegt aus, obwohl sie sich noch putzt.

Das kann daran liegen, dass deine Katze sich nicht mehr so gut umdrehen kann, um sich hinten zu erreichen. Möglicherweise hat sie Arthrose im Rücken oder in den Gelenken und es tut einfach weh, sich weiter zu drehen. Irgendwann wird es so unangenehm, dass sie das Putzen dort einstellt.

Auch die Art, wie sie sich putzt, kann sich verändern. Vielleicht wirkt es angestrengter oder sie macht öfters Pausen dabei.


Die Bewegungen werden zögerlicher

Katze auf dem Sofa hat eine Pfote erhoben und ist kurz vor dem Sprung sie ist eine Ragdoll

Achte mal darauf, wie deine Katze sich bewegt. Springt sie noch so leichtfüßig auf die Fensterbank? Oder zögert sie einen Moment, bevor sie abspringt? Trippelt sie, berechnet mehr die Flugbahn und trippelt vermehrt, bevor sie dann den Absprung wagt?

Typische Anzeichen:

  • Springen, Drehen, Hocken: alles einen Tick langsamer oder vorsichtiger
  • Sie kratzt weniger am Kratzbaum, weil ihr die Kraft fehlt oder es unangenehm ist
  • Ihre Krallen werden länger, weil sie nicht mehr regelmäßig gewetzt werden
  • Nach dem Spiel oder dem Training ist sie schneller „erschöpft“ als früher

Das alles sind keine Alarmzeichen, sondern einfach Hinweise darauf, dass der Körper älter wird. Wichtig ist, dass du es wahrnimmst und entsprechend reagierst, bevor gesundheitliche oder mentale Beeinträchtigungen entstehen.


Verhaltensveränderungen im Alltag

Wichtig: Alle, in diesem Artikel genannten, Anzeichen können auch eine ganz andere Ursache haben. Deshalb ist der Gang zum Tierarzt so wichtig. Immer!

Manchmal verändert sich auch das Verhalten deiner Katze. Sie zieht sich mehr zurück, sucht andere Schlafplätze oder wirkt generell ruhiger oder auch unruhiger. Das ist völlig okay und normal, du solltest nur darauf vorbereitet sein und es schon einmal gehört haben, wenn es dazu kommen sollte. Dadurch kannst du viel entspannter und besser darauf reagieren.

Aber: Wenn deine Katze plötzlich viel mehr miaut, kann das auch auf Taubheit hindeuten. Viele sehr alte Katzen verlieren ihr Gehör und miauen dann lauter, weil sie sich selbst nicht mehr so gut oder gar nicht hören können. Du kannst dir sicher vorstellen, wie unsicher sich diese Fellnasen dann fühlen. Aus diesem Gefühl heraus reagieren sie auch ängstlicher und werden oft anhänglicher, weil sie bei ihrem geliebten Menschen Sicherheit und Geborgenheit suchen.

Manchmal wirkt die Katze auch ein bisschen orientierungsloser, bleibt plötzlich stehen, schaut ins Leere und geht dann weiter. Gerade Nachts tritt dieses Verhalten zusammen mit Miauen sehr häufig auf. Das können erste Anzeichen einer beginnenden Demenz sein, die bei Katzen ab 15 Jahren häufiger vorkommt.

💡 TIPP: Ein simples Nachtlicht kann hier schon Wunder bewirken, weil es deiner Katze viel mehr Orientierung und Sicherheit zurück gibt, als man vielleicht denken mag.


Was du jetzt konkret für deine Seniorkatze tun kannst

Wenn du merkst, dass deine Katze älter wird, gibt es einiges, was du tun kannst, um ihr den Alltag angenehmer zu gestalten. Mit wenig Aufwand aber viel mehr Lebensqualität.


Gesundheits-Check: Das geriatrische Blutbild

Katze wird beim Tierarzt festgehalten

Ich kann es nicht oft genug sagen: Ein geriatrisches Blutbild ab spätestens 10 Jahren ist gold wert. Es gibt dir einen detaillierten Überblick über den Gesundheitszustand deiner Katze. Ich lasse dieses Blutbilder einmal pro Jahr immer bei meinen Katzen anfertigen. Ayana und Nila sind zwar erst 5 und 4 Jahre alt, aber auch in diesem Alter kann sich schon viel offenbaren, womit man nicht gerechnet hat. Weil es leider meist von Außen eben (noch) nicht sichtbar gewesen ist.

Was wird dabei untersucht?

  • Schilddrüsenwerte (ein Klassiker bei älteren Katzen, weil dieses Organ ursprünglich nicht für eine so lange Lebensspanne, wie sie unsere Hauskatzen heute erreichen, ausgelegt ist)
  • Nierenwerte (chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich oft schleichend)
  • Leberwerte
  • Blutzucker (Diabetes)
  • Pankreaswerte und weitere wichtige Marker

Wenn du das einmal im Jahr machen lässt, kannst du Veränderungen frühzeitig erkennen und gegensteuern, bevor deine Katze wirklich leidet. Früherkennung macht den Unterschied zwischen „gut behandelbar“ und „leider zu spät“. Klingt jetzt ein wenig hart, ist aber leider die fiese Realität, die mir täglich bei meinen Katzeneltern begegnet.

Trau dich bei deinem Tierarzt aktiv nachzufragen: „Ich hätte gerne ein geriatrisches Blutbild, nicht nur das normale.“ Das zeigt, dass du dich informiert hast und dir die Gesundheit deiner Katze am Herzen liegt. Mir ist es selber schon häufiger passiert, dass die Tierärzte abgewunken haben. „Ach, das ist nur unnötig teuer und bringt uns nicht viel mehr.“ Fass dir ein Herz und bleib dran! DU bist der Kunde und du entscheidest, was gemacht wird. Sprich für deine Katze!


Die Sache mit dem Seniorenfutter, brauchst du das wirklich?

Katze frisst aus einem erhöhten Napf

Eine Frage, die mir wirklich häufig gestellt wird: Braucht meine ältere Katze jetzt spezielles Seniorenfutter? Auf jeden Fall braucht sie schon mal kein Trinken neben dem Futter, so wie auf dem Bild. Das gehört mindestens 3-4 Meter komplett woanders hin. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema. 😉

Die Antwort lautet, wie so häufig: Es kommt darauf an.

In der Natur gibt es weder eine „Kitten-Maus“ noch eine „Senior-Maus“. Katzen fressen ihr Leben lang die gleiche Beute. Natürlich bekommen Kitten anfangs Milch von der Mutter, aber irgendwann fressen auch sie Mäuse. Da ist nichts mit Spezial-Kittenfutter oder Seniorfutter zu finden.

Viel wichtiger ist also: Was braucht DEINE Katze individuell?

Wenn deine Katze gesund ist, reicht oft hochwertiges Adultfutter völlig aus. Wenn sie aber zum Beispiel Nierenprobleme hat, eine Schilddrüsenüberfunktion oder abnehmen soll, dann kann Spezialfutter absolut sinnvoll sein.

Statt im Laden wahllos „Senior“ einzukaufen, schau lieber über das Blutbild, was deine Katze wirklich braucht. Fehlt ihr Omega-3, weil sie wenig Fisch in ihrem Futter hat? Braucht sie weniger Phosphor wegen der Nieren? Hat sie zu viel oder zu wenig Gewicht?

Sprich mit deinem Tierarzt und lasst gemeinsam einen individuellen Plan erstellen. Das ist viel sinnvoller als ein allgemeines Seniorfutter ohne klaren Grund für teures Geld zu kaufen.


Wohnraum seniorengerecht gestalten

Katze liegt auf Kratzbrett

Kleine Anpassungen im Zuhause können deiner Katze das Leben enorm erleichtern. Wenn du schon einmal Schmerzen gehabt hast und dich nicht mehr so gut bewegen konntest, dann weißt du sicher noch, wie erleichternd war Hilfsmittel für diese Zeit zu haben. Hocker, Krücken, Wärmekissen, Schmerztabletten, etc.

Starten wir beim Katzenklo

Achte darauf, dass der Einstieg nicht zu hoch ist. Ein Hop-In-Klo kann im Alter richtig unangenehm werden, vor allem bei Arthrose. Ein flacher Einstieg oder eine kleine Rampe helfen enorm. Wenn deine Katze plötzlich unsauber wird, kann das auch daran liegen, dass sie nicht mehr so gut in ihre Toilette kommt.

🎁 Deine Katze pinkelt überall hin und nichts hilft? Falls dich das Thema betrifft: hol dir gerne meinen kostenfreien SOS-Guide zur Unsauberkeit.

Die berühmten Lieblingsplätze

Wenn deine Katze nicht mehr so gut springen kann, stell kleine Tritthocker oder Stufen an ihre Lieblingsplätze. So kommt sie weiterhin auf die Fensterbank oder den Kratzbaum, ohne sich zu überfordern. Gerade Plätze, welche du mit Decken ausgestattet hast, sollten rutschfest sein, damit sich deine Katze beim Absprung nicht verletzt. Am liebsten schön weich und somit schonend für die Gelenke.

Beruhigende Wärme

Senioren lieben Wärme noch mehr, als Katzen es sowieso schon tun. Die Haut wird dünner, die Muskeln nehmen ab, und sie frieren schneller. Biete viele kuschelige Decken, weiche Betten und vielleicht sogar eine Wärmematte an. Deine Katze wird es dir danken. Von Wärmflaschen oder elektronischen Heizdecken muss ich dringend abraten, da diese im Kontakt mit möglichen Krallen sehr gefährlich werden können.

⚠️ Achtung: Bei Gelenkerkrankungen kann Wärme manchmal auch den Schmerz verstärken. Beobachte deine Katze genau und sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt.

Spiel & Training den Umständen immer etwas mehr anpassen

Deine Katze darf und soll auch im Alter noch spielen, aber pass das Training ein wenig an. Statt wildem Hüpfen und Männchen machen fokussiere dich lieber auf Tricks wie Sitz, High Five oder entspanntes Targettraining. Führe die Beute beim Spiel mit der Reizangel eher am Boden entlang, damit deine Katze lauern kann, statt zu springen. Das schont die Gelenke und macht trotzdem Spaß. In meiner dazugehörigen Podcastfolge findest du detaillierte Beispiele zum Thema „Beschäftigung & Spiele für Senioren.“


Deine seniorenfreundliche Wohnung auf einen Blick

✅ Flacher Klo-Einstieg oder Rampe

✅ Tritthocker an Lieblingsplätzen

✅ Kuschelige Decken & Wärmequellen

✅ Spiel am Boden statt in der Luft

✅ Regelmäßige Fellpflege-Unterstützung


Unterstützung für deine ältere Katze im Alltag

Katze wird gebürstet

Manchmal braucht deine Katze einfach ein bisschen Hilfe von dir und das muss nicht einmal groß aufwendig sein. Kleine Schritte bringen hier schon eine enorme Wirkung, wenn man sie an der richtigen Stelle geht.

Die Fellpflege

Weiter oben sprachen wir bereits darüber: Das Putzen fällt schwerer, die Beweglichkeit nimmt ab, das Fell fängt an talgiger, schuppiger und struppiger zu werden. Wenn deine Samtpfote sich hinten nicht mehr gut putzen kann, hilf ihr gerne mit einem warmen, feuchten Waschlappen. Das fand meine Seniordame Aggi zwar anfangs nicht so toll, aber mit etwas Training und Geduld ging es immer besser. Du kannst das ruhig zum Ritual machen, bis sie es irgendwann dankend annehmen wird. Denn alles ist besser, als lästiges Jucken und das Gefühl von Unwohlsein. Schau aber bitte dabei immer, dass du sie nicht zwingst, sondern ihr dieses Ritual gemeinsam und sanft erarbeitet. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, wie das konkret geht, dann schau gerne in meinem Clickerkurs vorbei.

Krallen schneiden – Ja oder nein?

Wenn deine Katze nicht mehr regelmäßig am Kratzbaum kratzt, wachsen die Krallen weiter. Dann darfst du ihr helfen und sie vorsichtig kürzen. Lass dir im Zweifel vom Tierarzt zeigen, wie das geht, damit du nicht ins Gewebe schneidest. Eine eingewachsene Daumenkralle oder zu lange Krallen sind schmerzhaft und unangenehm. Wenn deine Katze beim Gehen „klackert“ oder ständig hängen bleibt, darfst du definitiv genauer hinschauen. Ausführliche Tipps hierzu kannst du auch meiner dazugehörigen Podcastfolge entnehmen.

Achtung: Es kann auch andere Gründe haben (schmerzende Zähne, die deine Katze am vernünftigen Krallen stutzen hindern), dass die Krallen zu lang geworden sind. Bitte kürze diese also nicht einfach so, sondern prüfe vorher, ob gesundheitlich keine anderen Gründe vorliegen.

Physiotherapie für Katzen

Das wissen viele nicht, aber es gibt spezialisierte Physiotherapeuten für Katzen, die zu dir nach Hause kommen. Sie bieten wohltuende Massagen an, arbeiten mit Wärmelampen oder lösen Blockaden. Viele Katzen genießen das richtig, wenn du den richtigen Physio findest. Das kann wirklich Gold wert sein, vor allem bei Arthrose oder nach Verletzungen. Schau einfach mal bei Google nach positiven Bewertungen in deiner Nähe. Ein guter Physiotherapeut bringt viel Zeit und Einfühlungsvermögen mit und schnappt sich deine Katzen niemals einfach so.


Zwei typische Fehler & Denkweisen und wie du diese verhinderst

Fehler 1: Abwarten nach dem Motto „wird schon werden“, bis es „richtig schlimm“ wird

Gerade beim Thema Unsauberkeit begegnet es mir so häufig, dass die stille Hoffnung besteht, dass sich das Problem schon von alleine lösen wird. Aber in den meisten Fällen verschlimmern sich die Dinge oft langsam, still und leise. Ob die Blasenentzündung und möglicher Stress als Ursache, einfach ausgehalten werden oder, ob die ältere Katze mit Rückenschmerzen den Kratzbaum einfach meidet und als „Diva“ oder „wunderlich“ abgetan wird.

Erlaube dir: Wertfrei auf die Situation zu schauen. Das Etikett des Vorurteils abzulegen und zu prüfen, wieso deine Katze tut, was sie tut. Was könnten für Gründe vorliegen und wie kannst du ihr dabei helfen. Früh hinschauen, regelmäßige Checks beim Tierarzt machen und lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Das sollte immer das Motto sein, egal wie alt deine Katze ist.

💛 Merke: Katzen handeln niemals aus Protest! Oder um dich zu ärgern! Es gibt immer einen guten Grund, doch sprechen können sie eben nicht in unserer Sprache. Deshalb versuchen sie mit dir auf ihre Art und Weise zu kommunizieren!


Fehler 2: Training und Beschäftigung komplett einstellen

Aus Sorge zu heftig zu spielen oder die Katze zu überfordern, stellen viele die Beschäftigung irgendwann komplett ein. Wusstest du, dass man mit dem Clickern auch erst im hohen Alter starten kann? Und das wilde Reizangelspiel muss es auch nicht zwingend sein.

Schau, was deine Katze gerne tut und biete ihr, wenn nötig, einfach eine mildere Version davon an. Arbeitet sie gerne im Clicker-Training mit dir? Dann versuch es mit sanftem Muskelerhalt und lass sie über leicht erhöhte Stangen gehen. Weniger gelenkbelastende Übungen wie Männchen und mehr Kopfarbeit (Targettraining) werden häufig, dankbar angenommen.

Jagd sie gerne die Reizangel? Dann reduziere heftige Sprünge und biete ihr vermehrt Lauer- und Suchspiele an. Lass die Angel langsam hinter einer Ecke verschwinden oder bastel Schnüffelkästen mit Elementen aus der Natur (Eicheln, Kastanien, Blätter, Gras). Dort kannst du auch wunderbar Leckerli drin verstecken. Achte dabei nur auf möglichst saubere Naturprodukte, also lieber nichts von der beliebten Hunde-Gassi-Strecke am Wegesrand einsammeln.


Häufige Fragen zu Seniorkatzen (FAQ)

Katze im Teppich versteckt schaut fragend heraus mit großen Augen Abessinier

Ab wann ist eine Katze ein Senior?

Grob gesagt ab 10 Jahren solltest du genauer hinschauen. Ab 11 bis 13 Jahren beginnt die Seniorenphase, ab 15 Jahren gilt eine Katze offiziell als „alt“. Aber jede Katze ist immer individuell.

Braucht meine alte Katze spezielles Futter?

Nicht automatisch. Wichtiger ist, was deine Katze individuell körperlich und gesundheitlich braucht. Bei gesundheitlichen Problemen wie Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen kann Spezialfutter sinnvoll sein. Ansonsten reicht hochwertiges Adultfutter oft völlig aus.

Warum putzt sich meine Katze nicht mehr richtig?

Das kann an eingeschränkter Beweglichkeit liegen, zum Beispiel durch Arthrose. Wenn sie sich nicht mehr gut umdrehen kann, erreicht sie manche Stellen nicht mehr. Auch Schmerzen oder Nährstoffmangel können eine Rolle spielen. Die Zähne vermutet man hier häufig nicht, sie können aber verantwortlich dafür sein, dass deine Katze ihre Krallen nicht mehr pflegen kann.

Kann meine Katze Arthrose haben, obwohl sie keine Schmerzen zeigt?

Ja, absolut. Arthrose ist bei älteren Katzen sehr häufig. Typische Anzeichen: zögerlicheres Springen, steifere Bewegungen, weniger Putzen, weniger Aktivität. Dein Tierarzt kann das durch Abtasten und Röntgenbilder feststellen. Katzen sind Meister darin ihren Schmerz bis zum Äußersten zu verbergen! Hör also lieber einmal mehr auf dein Bauchgefühl und geh zum Check-up!

Kann ich mit meiner alten Katze noch spielen?

Ein klares JA! Geistige und körperliche Beschäftigung sind auch im Alter wichtig. Pass das Spiel einfach an: weniger wild, mehr lauern, kürzere Einheiten. Auch Clickertraining oder Fummelbretter sind super für Senioren. Damit kann man auch im hohen Alter noch starten.

Was ist ein geriatrisches Blutbild und was bringt das?

Es ist ein ausführliches Blutbild über alle wichtigen Mitspieler im Körper deiner Katze und gibt dir einen detaillierten Überblick über die Gesundheit. Wichtige Organe wie Schilddrüse, Nieren und Leber werden gecheckt. So kannst du Probleme früh erkennen und behandeln, bevor deine Katze wirklich Probleme bekommen könnte.


Fazit: Älter werden muss nicht schwer sein, wenn du rechtzeitig weißt, wo du hinschauen darfst

Katze kuschelt auf Sofa mit Mensch

Kleine Signale früh zu erkennen, macht einen riesigen Unterschied. „Senior“ heißt nicht automatisch „krank“, sondern einfach nur „achtsam begleiten“. Deine Katze verdient es, dass du hinschaust, wenn sich etwas verändert. Und, wenn du rechtzeitig anfängst auf wichtige Dinge zu achten und das „älter werden“ gut vorzubereiten, könnt ihr noch lange eine wunderbare, gemeinsame Zeit zusammen verbringen. Ohne großen, plötzlichen Aufwand, sondern mit viel Zeit zum kuscheln und lieb haben.

Der wichtigste Aha-Moment aus diesem Artikel: Du musst keine Angst vor dem Alter deiner Katze haben. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit, regelmäßigen Gesundheits-Checks und kleinen Anpassungen im Alltag könnt ihr die gemeinsame Zeit richtig schön gestalten und genießen.

Fang am besten heute schon an, bei 1-2 kleinen Tipps aus diesem Artikel genauer hinzuschauen. Du musst nicht gleich deine ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Es reicht für den Anfang sich erst einmal mit mehr Achtsamkeit diesem Thema zu widmen. Deine Katze wird es dir danken.


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Lass uns gemeinsam schauen, was deine Katze dir mit ihrem Verhalten zeigen möchte, lerne deine Katze besser zu verstehen und was du konkret für sie tun kannst. Ich freue mich auf dich!

Trainerin von Katzenzeit mit zwei Katzen auf Schulter und Schoß


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Kommentare

2 Kommentare zu „Seniorenkatzen erkennen“

  1. Avatar-Foto

    Hallo Jennifer,

    so ein wertvoller Beitrag!

    Unsere Tiere werden ja alle älter und körperliche Krankheiten und Beschwerden nehmen zu.

    Du hast so recht mit dem, was du schreibst: Wenn wir genau hinschauen, dann können wir Vieles rechtzeitig erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen die Erkrankungen verlangsamen und Beschwerden verringern. Damit unsere Tiere noch lange glücklich an unserer Seite sind 😊

    Viele Grüße Johanna

    1. Frau lächelt in die Kamera und lehnt mit einer Schulter an der Wand

      Hey liebe Johanna,
      ich danke dir von Herzen sehr für diesen lieben Kommentar! 💛

      Es ist immer so schön zu lesen, dass andere Tiereltern genau so empfinden und denken.

      Ich wünsche dir noch eine lange und wunderschöne Zeit mit deinen Fellnasen! 🐾
      Deine Jennifer 😻

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Seniorenkatzen erkennen

Ältere Katze liegt gemütlich in der Sonne
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